„Ideen müssen sprudeln“: Was moderne Büros heute wirklich leisten müssen
Was müssen Arbeitswelten der Zukunft wirklich leisten können? Ein Interview über New Work, kreative Arbeitsflächen, hybride Arbeit und moderne Bürogestaltung.
Vanessa Willert
·23. April 2026
·Lesezeit: 5 Min.
Im Interview erzählt Michael von MYWORKSPACE, warum nicht nur Büromitarbeiter zwischen vollen Terminkalendern, variierenden Arbeitszeiten, Vorgaben und Künstlicher Intelligenz (KI) jonglieren müssen, sondern auch die Büros der Zukunft.
Michaels Arbeitsplatz-Favoriten
Wie muss für dich ein ideales Büro aussehen?
Boah, ich glaube, das gibt's nicht. Ich glaube, das ist abhängig vom Typus, vom Charakter, genauso wie eine Unternehmenskultur. Der eine arbeitet lieber draußen, der andere arbeitet lieber im Wechsel und flexibel. Das ist natürlich auch absolut abhängig von der Arbeitsaufgabe. Und ich glaube immer, ein Büro muss so sein, dass es wirklich Spaß macht und eine gewisse Kreativität erzeugt. Dass, ich sag mal, Ideen einfach so aus einem heraussprudeln.
Was darf an deinem Arbeitsplatz nicht fehlen?
Das kann ich gar nicht so genau sagen. Der Tisch sollte auf jeden Fall höhenverstellbar sein. Ich arbeite gerne abwechslungsreich, auch im Sinne stehen oder sitzen, das entspannt. Und es muss natürlich Platz haben für meine Kaffeetasse.
Was ist deine persönliche Vision von modernen Arbeitsplätzen?
Ich bin ja schon ein bisschen im gediegenen Alter und habe bereits verschiedene Arbeitsplätze durchlaufen. Im Endeffekt ist meine Favorit, dass ich mich frei bewegen kann. Dass ich quasi frei entscheiden kann, wo ich arbeiten will; wenn ich heute Lust habe im Foyer oder in der Lounge oder in einem Open Space zu arbeiten, weil ich mich mit Kollegen austauschen will.
Ich mag es zum Beispiel nicht im Einzelbüro zu arbeiten, weil ich immer Leute um mich herum brauche, die mich challengen. Im Sinne von, ich habe eine Idee, ist die gut oder ist das totaler Quatsch? Oder „bringst du deine Idee mit rein?“ Also, spricht die gegenseitige Befruchtung. Ich arbeite unheimlich gerne im Team. Und mir ist das vollkommen egal, ob es im Endeffekt das Foyer ist oder eine Workshop-Zone oder auch das Teambüro. Ich bin eher der Typ, der in kreativen Collaboration-Flächen arbeitet.
Herausforderungen und Perspektiven bei New Work
Welche Herausforderungen gibt es aktuell bei New Work?
Ich glaube, eine der größten Herausforderungen im Bereich New Work ist das Thema Arbeitszeit und auch Verfügbarkeit. Ich kenne genügend Leute, junge Leute, die sagen: „Okay, pass mal auf. Von Montag bis Freitag kannst du mit mir machen, was du willst. Aber am Freitag ab 15 Uhr, Samstag, Sonntag – da ist meine Privatsphäre mir wichtiger.“ Ich kenne aber auch Leute, die sagen: „Nee, pass mal auf. Ich habe einen gewissen Zeitpensum. Von Montag bis Sonntag kannst du über mich verfügen.“ Das ist komplett individuell.
Eine weitere groß Herausforderung ist, dass man sich physisch auch natürlich austauschen muss. Es wird nie allein nur digital funktionieren, also auch hybrid. Und hier entscheidend, dass man Schnittzeiten findet, wo man zusammenkommt.
Ich denke, dass das Büro zukünftig mehr für Projektarbeit genutzt wird. Weil wenn ich den ganzen Tag nur Conference-Calls habe, dann kann ich auch zu Hause bleiben. Dann bin ich konzentrierter und spare auch den Anfahrtsweg. Gleichzeitig wird es durch globale Projekte und Zusammenarbeiten mit Zeitverschiebungen, schwieriger Zeitkorridore zu finden, wo wirklich jeder kann.
Hinzu kommt ein weiterer Punkt: Freie Slots im vollen Outlook-Kalender finden. Wir kennen es mittlerweile alle: Termine, Termine, Termine. Wir sind teilweise im Termin-Chaos gefangen, finde ich persönlich. Und hier liegt aus meiner Sicht die Herausforderung, nicht den ganzen Tag im Sinne von Zeitmanagement zu blocken, sondern bewusst Freiraum im Kalender hat.
Was ist für dich das Büro der Zukunft?
KI wird Einzug erhalten. Es wird gewisse Aufgaben, die selbstverständlich sind, die wird KI übernehmen. Und du wirst mit der KI auch irgendwo einen Dialog führen. Auch über Chat GPT und so weiter. Das heißt, du brauchst Räumlichkeiten, um mit KI-Tools arbeiten zu können. Und das wird extremer werden. Du brauchst Rückzugsorte, wo du damit arbeiten kannst, und auch wiederum Orte, wo du quasi das Ergebnis verarbeiten kannst. Und ich glaube, das Büro wird zukünftig mehr ein Projektbüro für kreative Projekte und Kreativmeetings. Weil kein Teams-Meeting wird einen persönlichen Austausch ersetzen können.
Was MYWORKSPACE bieten kann
Wie würdest du MYWORKSPACE beschreiben?
MYWORKSPACE ist eine Brand von Lyreco und wir sind der Experte für die Arbeitswelt. Wir sind verliebt in das perfekte Büro – das ist so das emotionale Credo im Endeffekt. Und wir fragen viel. Wir müssen erstmal erfahren, was der Kunde möchte. Vielleicht fragen wir auch gewisse Sachen, die der Kunde noch nicht mal weiß. Und aus diesen Ergebnissen erfahren wir Bedürfnisse, auch teilweise Probleme, wo wir Konzepte entwickeln, um dem Kunden eine perfekte Arbeitsumgebung zu realisieren. Dabei analysieren wir vom Boden bis zur Decke, bis zur Raumerfassung, bis zur Akustik. Also das Rundum-Sorglos-Paket – das bieten wir unserem Kunden an. Aber auch nur das, was wirklich sinnhaft ist. Wir bieten unserem Kunden nichts an, nur um etwas zu verkaufen. Nein, das wollen wir nicht. Wir wollen zufriedene Kunden haben und so, dass nachher effiziente Lösungen entstehen und der Kunde sagt: „Boah, super auf den Punkt gebracht, toll.“ Dann sind wir froh und dann freuen wir uns.
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